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Beruf oder Berufung?

Aktualisiert: 1. Dez. 2022


"Erfolg bedeutet, dass Sie den Zweck Ihres Lebens kennen, darin zu wachsen, Ihr größtmögliches Potenzial zu erreichen und Samen zu säen, die anderen nützen." John C. Maxwell


Erinnerst Du Dich, wie es dazu kam, dass Du heute Deinen Beruf ausübst? Wie gestaltete sich der Weg von damals bis heute? Zielstrebig, direkt, unbeugsam? Oder vielleicht eher einem mysteriösen Zufallsprinzip folgend?


Dieses Foto ist während unseres Urlaubs entstanden. In einem Café-Restaurant beobachte ich, wie ein Kellner dem Gast - vermutlich das Tagesgericht - erklärt. Alles, was ich sehe, ist seine Begeisterung, seine Hinwendung, seine Passion in jeder seiner Gesten. Die Gastronomie ist hier in der Toskana bestimmt ein Knochenjob, die hohen Temperaturen im Sommer, die sprachlichen Barrieren mit Menschen aus aller Herren Länder und am Ende der Saison gehen einem vermutlich die unzähligen Touristen nur noch auf die Nerven. Und der Geist verabschiedet sich aus der Begeisterung! Und trotzdem verkörpert dieser Kellner Ende September eine Haltung aus Freude, Stolz, Würde und Kompetenz. Diese Szene hat mich nachhaltig beeindruckt.


Beruf kommt von Berufung: Eine erfüllende Arbeit ist ein wichtiger Eckpfeiler für ein glückliches und zufriedenes Leben. Wenn wir einen Sinn in unserer täglichen Arbeit sehen, dann durchschreiten wir schwierigere Zeiten (die unwillkürlich aufkommen!) mit mehr Zugkraft. Wir empfinden Rückschläge eher als Lernprozesse und wachsen an unseren Fehlern, statt im Jammertal der Frustration klebenzubleiben. Sinn ist ein persönlicher Antrieb, der uns weniger auf andere schauen lässt, mehr bei uns sein lässt und uns unser Ziel stärker ins Auge fassen lässt.


Jeder Mensch besitzt angeborene Fähigkeiten, die er im Laufe der Jahre ausbauen kann, oder sie verkümmern lassen kann. In beiden Fällen haben wir gerne ein Narrativ parat, weshalb es die eine oder warum es die andere Variante ist, die unser berufliches Leben auszeichnet. Das Leben ist, wie es ist, es kümmert sich wenig darum, ob es uns zugetan scheint und zu ungeahnten Höhen trägt oder stolpern und -vermeidlich - untergehen lässt.


In einer Tätigkeit, die im Einklang mit unseren angeborenen Fähigkeiten steht, die aus den Stärken, die wir entwickelt haben - aus was für Gründen auch immer - ein einmaliges Kapital macht, werden wir fähig großartige Dinge in die Welt zu bringen. Ob es nun der Friedensnobelpreis ist, oder einem Gast ein unvergessliches Essen zu servieren.


Ein derzeit gerne verwendetes Wort dafür ist auch Potenzialentfalltung! Die Bezeichnung ist völlig unwichtig, ausschlaggebend ist, dass wir in einem Beruf, den wir als Berufung empfinden, Erfüllung und Glück empfinden. Wir sind zufriedener, ausgeglichener, zuversichtlicher und toleranter. Was weniger Spannung, Konflikt und Frust in unsere Beziehung zu unserem Vorgesetzten, unseren Kollegen, unserem Partner oder unseren Kindern bringt.

Das Enneagramm ist ein ausgezeichnetes Tool in dieser Ecke unseres Lebens mal aufzuräumen. Gewohnheiten, blinde Flecken, völlig veraltete Wahrheiten, verzerrte Wahrnehmungen etc. einer Generalüberholung zu unterziehen. Zu schauen, wo liegen meine tatsächlichen Stärken, was sind meine Stolperfallen und wodurch verbaue ich mir selbst den Weg zu meiner Berufung.


Beruf oder Berufung?


Worin liegt für Dich der Sinn Deiner beruflichen Tätigkeit? Wie oft empfindest Du Begeisterung oder Zufriedenheit im Hinblick auf Deinen beruflichen Alltag? Welches Narrativ könntest Du endlich über Bord werfen, um Dich wieder auf Deinen ursprünglichen Weg zu bringen, der Dich diesen Beruf hat wählen lassen?


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